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Zufriedenheit: Wie emotionale "Glückslotsen" dir den Weg zu(m) Meer zeigen

Aktualisiert: 9. Aug. 2023

Vor einigen Jahren war ich Teilnehmerin eines Seminars.

Ich erinnere mich, wie wir alle im Kreis saßen. Die Sonne schien durch die vielen großen Fenster auf den dunkelbraunen Fußboden, erzählte uns nebenbei vom Spiel des Lichts und der Schattenwelt, doch dafür hatte ich noch keinen Blick.

Ich war eher aufgeregt, denn wir stellten uns einer nach dem Anderen vor.


Dabei wurde anerkennend hervorgehoben:

Ich war die Jüngste. Ich wurde dafür gelobt, dass ich "so" jung schon dabei sei.

Für mich war das allerdings kein großes Achievment, "jung sein", denn Seminare besuchte ich durch meine Trainerausbildungen schon eine Eeeeewigkeit in meinem "jungen" Leben.

Es war mein Normal.

Doch scheinbar das Unnormal für Andere. Alles eine Frage der Wahrnehmung, richtig?!

Das Geschenk des "jung und im Seminar gewesen sein", das entdeckte ich erst viel später.


Es war klar, es würde sich in diesem Seminar alles rund um meine eigene Persönlichkeitsentwicklung drehen und um das eigene Ausdehnen und Wachstum.

Es war eines meiner ersten Persönlichkeitsentwicklungsseminare, die ich konkret für mich außerhalb meines Sport-Kontextes gebucht hatte.


Neugierig wartete ich im Sitzkreis auf die Themen, die wir behandeln würden. Mein Interesse war hier ein erster emotionaler Hinweisgeber auf mein verlorengegangenes "Wollens-Glück".



Der Rumpelstilzchen-Effekt: Finde den blinden Fleck und benenne es, damit es heilen kann


Blicke ich zurück auf mein jüngeres Ich zu der Zeit, kann ich erkennen, dass sie sich bemühte, etwas zu ändern. Mehr Glück zu empfangen.


Die anderen hatten etwas festgestellt, was mein jüngeres Ich selbst noch nicht sehen konnte.

Sie war betriebsblind. Jung zu sein bedeutete, manche Erfahrung noch nicht gemacht zu haben. Zum Beispiel, dass ein solches Seminar das eigene Leben massiv beeinflussen kann und das auch tun würde.


Und dazu bedeutete es, zu entdecken, wie das Gefühl von Feststecken sich anfühlt.

Wenn man die Wolke des Verdrängens, dass doch nicht alles so cool ist, wie man bislang glaubte, mal wegschiebt.

Klare Sicht auf die Dinge bekommt: Transparenz erhält, für Transformation.


Denn sie steckte in ihrem Leben fest. Und wusste es nicht bewusst.


Was war los?


Unbewusste Inkompetenz nennt man ihr damaliges Level an Bewusstheit für ihr Problem.

Sie war nicht zufrieden mit ihrer beruflichen Situation, redete es sich aber ein.

Spürte zwar etwas, aber konnte es nicht zuordnen.


Heute würde ich es Unzufriedenheit nennen.


Sie war auch oft gesundheitlich angeschlagen.

Konnte sich auch das nur unzureichend erklären.

Sprach doch ihr Lebensstil absolut für ein gesundes Immunsystem. Doch Pustekuchen:

Rumpelstilzchen tanzte sozusagen ums Feuer und sang:

"Ach wie gut, dass keiner weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß. Rumpelstilzchen Unzufrieden"


Irgendwas sollte sich ändern. Nur was war es?


Was sie hingegen schon wusste war, dass Seminare sie bisher nie enttäuscht hatten!

Das war das Level der unbewussten Kompetenz in ihr.

Sie wusste: Seminare sind was Gutes. Machen Spaß. Man trifft nette Leute und lernt dazu. Und unser Gehirn liebt lernen und entwickeln.


Folge der Freude: Hinweisgeber zum Wollens-Glück


Interesse, Freude und auch Stolz sind Motivations-Emotionen für das sogenannte

Wollens-Glück, welches übrigens in jungen Jahren öfter erlebt wird,

als im Alter, wo eher mehr Erleichterungs-Glück oder Zufriedenheits-Glück verspürt wird.


Von außen betrachtet: Jüngeres Ich verspürte Freude im Bezug auf dieses Seminar

und kam damit ihrem verlorengegangenen Wollens-Glück wieder näher.

Denn sie folgte dem Hinweis auf Wollens-Glück: Sie folgte der Freude!


Auf dieses stabile Muster in ihrem Verhalten verließ sie sich unterbewusst und hatte gebucht, als sich die Gelegenheit bot. Und mein jüngeres Ich wurde nicht enttäuscht.

Denn es kam ein Punkt im Seminar auf:

Die eine wichtige Frage und damals entscheidene Frage für ihr Leben.

Die Frage nach den Zielen im Leben.


Keine besonders kreative Frage, könnte man nun denken.

Das hört man doch öfter...Was sind deine Ziele?! Doch das Wichtige war:


Glückslotse Traurigkeit: Das Signal zum Entspannen sehen


Ihr fiel nichts ein.

Ein leeres Blatt Papier zum anstarren, das kam dabei heraus.

Da war nix zum Wollen. Sie wollte nix.

Bäm. Bewusste Inkompetenz. Buff. Das saß.


Bislang hatte sie einfach immer so "gemacht", was da so auf sie zukam im Leben, voll hingegeben in den Flow des Lebens. "Normale" Ziele waren da.

Wurden erreicht. Weiter gings.


Daran ist auch erstmal nichts falsch. Eins führte zum Anderen.

Und die Kraft der Naivität war ihr sehr hilfreich (dazu gibt es übrigens eine fantastische Zeitwissen Magazin Ausgabe - Lesetipp!), sodass immer wieder Meilensteine im Leben umgesetzt werden konnten. Inklusive einiger Abenteuer zwischen den Zeilen.

Ihre Intuition war für diesen Teil ihres Lebens total perfekt gewesen, doch nun das.


Leere.


Eine Traurigkeit machte sich breit. Enttäuschung sogar! Das Ende einer Täuschung.

Unzufriedenheit hatte sich gut getarnt.


Unerfüllte Erwartungen an sich Selbst ploppten auf.

(Ein weiterer Hinweis auf unerfülltes Wollens-Glück: Erwartungen)

Kein Ziel in Sicht. Weit und breit. Was für eine Ernüchterung.

Sie fühlte sich, als würde sie versagen.


Ekel, Ärger, Angst und auch Trauer erzeugen Spannung in uns.

Wenn wir uns erleichtern, dann geschieht Entspannung und Erheiterung.

Deshalb sind diese Emotionen Hinweisinformationen auf Erleichterungsglück-Potential.

Das Glück zu verspüren, wieder ins Glück zu kommen.

Kennt man in Schnellform übrigens, nach dem zu kalten Duschen. ;)


Stressor überwinden - Erleichterungsglück finden


Wieso hatte sie keine Ziele? Wie konnte ihr das entgangen sein?

Und ihr Gefühl war korrekt. Sie hatte sich neue Ziele "ver-sagt".

Sie hatte sich mit dem begnügt, was gerade so war.

Irrte in einer Hügellandschaft umher, anstelle neue Gipfel zu erklimmen.

So fühlte sich das an:

Unangenehm. Unzufrieden. Undankbar.


Doch mit dem Erkennen, mit dem bewusst machen, dass gerade kein Ziel auf sie wartete, mit dem Upleveln ihrer unbewussten Inkompetenz in die nächste Phase, konnte sie folgendes erleben:


Die transparente, klare Sicht in Transformation umzuwandeln


Das Rumpelstilzchen als Rumpelstilzchen benennen.

Und damit das Geheimnis lüften, was sie unterschwellig unzufrieden hielt.


Durch die bewusste Kompetenz wurde Energie in Bewegung gebracht.

Homöostase.

Erleichterung.

Neue Gedanken gemacht. Andere Gefühle gefühlt und etwas in ihr konnte heilen.


Umgedacht und neu gefühlt.

Mit der Hilfe einer Coachin.

Die direkt nebenbei stand und Kompetenzen beibrachte, die zu dem Zeitpunkt fehlten.

Für die bewusste Kompetenzphase.


Wollen-Glück erschuf Spielraum zum Zufriedenheits-Glück


Ehrlich: Mir fiel nicht viel auf Anhieb ein, an dem Tag.

Mein Blatt war nicht besonders voll, der kleine Schock über diese frisch entdeckte Genügsamkeit saß doch recht tief.

Doch es gab eine Sache, die den Weg auf das Papier fand. Und es war:


Ein Haus am Meer. Am Meer leben. Das leuchtete mich an. Das hatte Sogkraft. Das gefiel mir. Dopaminschub.


Randnotiz: Guess what, wo ich heute wohne?

Genau, an der Ostsee. Ohne das Ziel wäre es nur ein Traum geblieben.

Oder hätte den Weg erst später zu mir gefunden, wer weiß das schon.

Ziel- und Lösungsorientierung sind übrigens eine wichtige Säule von Resilienz.


Das Seminar hat mir eine Abkürzung zu mehr Zufriedenheitsglück gezeigt.

Ich hatte wieder Lust bekommen, mich zu verbessern.

Das nennt man auch, das Glück im Sein finden.


Hinweisgeber auf Zufriedenheits-Glück?


Der Tag hatte mich emotional berührt, ich war dankbar und wurde achtsamer.

Serotonin, Oxytocin und andere Hormone wurden so ausgeschüttet,

die mir halfen, meine neugewonnen Gedanken zu verinnerlichen.

Aus diesem Zustand konnte ich mein Leben verändern und die Idee vom Meer über meine kommenden Jahre bei mir behalten.


Und ich musste noch nicht wissen, WIE es gehen würde dort zu leben. Nur, dass ich es wollte. Ich hatte mich für etwas Größeres geöffnet. Ich hatte mich mit einer Vision verbunden.

Ehrfurcht ist ein weiterer Hinweis.


Ich glaube nicht, dass es "nur" daran lag, wie alt ich war.

Ich war zu dem Punkt einfach betriebsblind. Gefangen in einer unbewussten Inkompetenz. Alleine unmöglich für mich zu erkennen.


Und das kann man in jedem Alter sein. Unbewusst inkompetent. Immer wieder neu.

Orientierungslos in den Hügeln des Lebens unterwegs. Nichts desto trotz, will man in jungen Jahren vielleicht noch manch eines mehr, weil man es noch nicht hatte.

Und daher gut, dass ich "so jung" im Seminar saß. ;)

Und wiiiiie schön fühlte sich das an, als ich dann mein Erleichterungsglück gepaart mit Wollensglück verspürte. Ein bisschen wie frisch verliebt ins Leben.



Blonde Frau sitzt am Strand und macht zufrieden Peace
Inner Peace. Zufriedenheit am Meer


Und nun du:

Was willst du...?

Was für Träume füllen dein leeres Papier?


Lass dir von den Hinweisgeber-Emotionen, die nun kommen, weiter helfen.


Oder kontaktier mich für ein paar Abkürzungen ins Glück.

Super: Das kannst du ja schon mal direkt auf dein Papier notieren.

Coaching mit Maike ins Zufriedenheits-Glück ;).

Folge der Freude und es wird leichter. Erleichterung kommt übrigens vor Erheiterung. Und Heiterkeit ist einer meiner liebsten Werte.


Deine Maike









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